Jesus war
ein Meister, der mit einer Aufgabe geboren wurde, nämlich mit der Mission,
Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl im Herzen der Menschen wiederherzustellen.
Er war weder
an die eigene Person gebunden, noch beachtete er Freude oder Sorgen, Verlust oder
Gewinn. Er hatte ein Herz, das auf den Ruf der Qual antwortete, und er wanderte
durch das Land und predigte die Lehre der Liebe. Sein Leben war ein Opfer für
die Erhebung der Menschheit.
Wie die
meisten Sucher suchte er das Göttliche [zunächst] in der gegenständlichen Welt.
Aber er erkannte bald, daß die Welt ein kaleidoskopartiges, von der eigenen
Vorstellungskraft geschaffenes Bild ist, und strebte danach, Gott in sich
selbst zu finden. Sein Aufenthalt in den Klöstern des Himalaya, in Kashmir und
anderen Zentren des östlichen Asketentums und der philosophischen Erforschung,
gab ihm größeres Gewahrsein.
Nach der
anfänglichen Einstellung, ein Botschafter Gottes zu sein, konnte er sich selbst
nun als Sohn Gottes bezeichnen. Die Bindung der Beziehung [zu Gott] wurde
stärker: sein "Ich" war nicht länger ein getrenntes Wesen oder Licht;
das Licht wurde Teil seines "Ich".
Unter dem
vorherrschenden Körperbewußtsein war er ein Botschafter [Gottes]. Mit
aufsteigendem Herz-Bewußtsein fühlte er eine größere Gottesnähe und Zuneigung
und so erscheint in diesem Zustand die Sohn-Vater-Bindung natürlich.
Später,
nachdem sich das âtman-Bewußtsein gefestigt hatte, konnte Jesus erklären: „Ich
und mein Vater sind eins“.
Die drei
Stadien können auch so beschrieben werden: Zunächst „Ich bin im Licht“, dann
„Das Licht ist in mir“ und schließlich: „Ich bin das Licht“.
Diese
Stadien können mit den in der Vedischen Philosophie beschriebenen verglichen
werden: dem Dualismus (dvaita), dem qualifizierten Nicht-Dualismus (visishtadvaita)
und dem reinen Nicht-Dualismus (advaita). Das endgültige Stadium ist dasjenige,
in dem alle Dualität abgelegt worden ist. Das ist die Essenz aller religiösen
Disziplinen und Lehren.
Jesus wurde
vom Volk als Christus verehrt, da es in seinen Gedanken, Taten und Worten keine
Spur von Ego entdecken konnte. Er war ohne Neid oder Haß, er war erfüllt von
Liebe und Barmherzigkeit, Demut und Mitgefühl.
Jesus
usprünglicher Name war Isa, welcher, wenn man die Buchstaben umstellt, Sai
ergibt. Isa und Sai, beide bedeuten „Ishvara“, Gott, das Ewig-Absolute,
Sein-Bewußtsein-Glückseligkeit (sat-cit-ânanda).
In den
tibetanischen Manuskripten des Klosters, in dem Isa einige Jahre verbrachte,
wird der Name Isha geschrieben, was „Herr aller Lebewesen“ bedeutet.
aus der Ansprache Sathya Sai Babas vom 25.12.1978
Deutsche Übersetzung aus dem Englischen: Susanne von Stamm
Deutsche Übersetzung aus dem Englischen: Susanne von Stamm
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